Seid echt! – Poetry-Slam im LehmbruckMuseum

„Seid echt!“ war der Spruch, den Lütfiye Güzel den Schülern auf den Weg gab und sie dazu ermutigte, so zu schreiben, dass es ihnen und nicht den anderen Leuten gefällt, sodass für den Poetry-Slam fleißig an weiteren Gedichten geschrieben wurde. Eine neue Art Gefühle und Gedanken auszudrücken wurde geschaffen und die Angst, diese der Öffentlichkeit zu zeigen, genommen.

von Kira Gerke (Max-Planck-Gymnasium, Duisburg)


Das Max-Planck-Gymnasium ermöglicht den Schülern der elften Klasse die Wahl des Faches Literatur. Das Lehmbruck-Museum sponserte der Schreibwerkstatt des aktuellen Literaturkurses von Frau Kocaman die Autorin Lütfiye Güzel, die zwei Workshops mit den Schülern gestaltete und am Donnerstag, dem 22. November 2012 gemeinsam mit ihnen einen Poetry-Slam veranstalteten.

Vor ihrem ersten Poetry-Slam setzen sich die Schüler erneut mit Lütfiye Güzel zusammen, um den Ablauf zu besprechen. Als dann ein Mann vom WDR kam und Fotos machte, stieg die Nervosität der Schüler an, da ihnen immer bewusster wurde, dass sie bald in gewisser Weise vor einer Kamera auftreten würden.

Den Poetry-Slam eröffneten Hannah Seefeldt und Duygu Odaci an der Skulptur „der Gestürzte“ mit dem Gedicht „Aufstehen“, danach zogen die Schüler weiter in die Eingangshalle des Museums. Als Publikum waren der Literaturkurs von Herrn Weiffen und der Philosophiekurs aus der zehnten Klasse von Frau Kanacher geladen.

Eine vierköpfige Jury fand sich zur Bewertung der folgenden Gedichte zusammen.

Die Schüler trugen teilweise ihre eigenen Werke, teilweise aber auch die anderer Mitschüler vor. Nach dem Vortrag fragte man die Schüler, wie es für sie sei auf einer Art Podest zu stehen und vorzutragen und wie sie sich fühlten. Die Gewinnerin des Poetry-Slams war Hannah Seefeldt, mit 16 von möglichen 16 Punkten, mit ihrem Gedicht „Sie liebt mich“. Sie gewann den Gedichtband „Herz-Terroristin“ von Lütfiye Güzel.

Besucher des Museums, die sich in der Eingangshalle aufhielten, blieben stehen und lauschten den Vorträgen der Schüler.

Gleichaltrige und ältere Menschen wurden in den Bann der Jugendlichen gezogen, die mit ihrer Kreativität überzeugen konnten und das Publikum berührten.

Trotz ihrer Nervosität gelang es den Schülern in Zusammenarbeit mit dem Museum und Lütfiye Güzel einen besonderen Vormittag zu gestalten, der nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird. Die Schüler hatten viel Spaß an der kreativen Arbeit und der besonderen Veranstaltung und würden eine mögliche Wiederholung begrüßen.

Das Projekt wurde gefördert vom Bundesprogramm “Toleranz fördern – Kompetenz stärken”.

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